03.10.2022 | 00:59

Die Pandemie unterstreicht den Trend der Solo Traveller in Spanien

16 August, 2022

Allein zu reisen, um andere Leute kennen zu lernen, ist keine vorübergehende Modeerscheinung mehr, sondern ein Trend, der vor einigen Jahren entstand und der weiter zunimmt. Es gibt verschiedene Faktoren, die diese Gewohnheit gefördert haben, allen voran die Tatsache, dass sich der Markt dieser Art des Reisens angepasst hat. Früher bezahlten Alleinreisende häufig mehr, inzwischen gibt es für sie günstigere Preise bei Transport und Unterkunft.

Auch die Pandemie hat hier eine Rolle gespielt, wie die Zahlen zeigen: Noch 2019 waren 48% der Reisenden Solo Traveller, im Jahr 2021 stieg dieser Anteil auf 61%. Nach Monaten des Eingesperrtseins zu Hause mit Familie, Mitbewohnern oder allein drängt es jetzt viele, zu reisen und Natur, andere Orte und andere Menschen kennen zu lernen.

Natürlich war ein ausschlaggebender Faktor, der das Alleinreisen gefördert hat, auch der gesellschaftskulturelle Wandel der letzten Jahre: Erlebnisse werden über materiellen Besitz gestellt. Die meisten Europäer unternehmen heutzutage lieber eine Reise und sammeln einzigartige Erlebnisse, statt sich ein Auto oder eine Wohnung in Strandnähe zu kaufen.

Eine weitere Veränderung ist die Intensität des Alleinreisens: “Vor der Pandemie reiste man vielleicht einmal pro Jahr, heute unternehmen Alleinreisende zwei bis drei Reisen pro Jahr“, erklärte der Gründer von Gruppit, Rafa Serra.