27.09.2022 | 03:15

Spanien engagiert sich für den LGTBI-Tourismus

3 Mai, 2022

Spanien engagiert sich für die Stärkung des Netzwerks Reiseziele für die Vielfalt, dessen Ziel die Einbeziehung des LGTBI-Segments in alle Maßnahmen ist. Darüber hinaus will man erreichen, den Madrid Pride zur Veranstaltung von Nationalem Touristischen Interesse zu erklären. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure in Spanien fordern zunehmend, die Realität unterschiedlicher sexueller Orientierungen anzuerkennen. Immer mehr Regionen und Gemeinden im Land reagieren auf diese Forderung.

Die Ministerin für Industrie, Handel und Tourismus, Reyes Maroto, sieht den LGTBI-Tourismus als “Sektor, auf den besonderes Augenmerk gelegt werden muss und der ausschlaggebend für die Konsolidierung des Tourismus in unserem Land sein wird“.

Ein Beispiel dafür ist die Wahl Valencias als Austragungsort der Gay Games im Jahr 2026. Regionen wie Castilla la Mancha, Extremadura oder Zaragoza wollen sich als ländliche Reiseziele für dieses Segment etablieren. Andalusien, Torremolinos, Ibiza und Gran Canaria erneuern und festigen ihr großes Angebot in Sachen Freizeit – und Badetourismus für LGTBI.

Natürlich darf auch Madrid nicht unerwähnt bleiben. Die Verwaltungen der Region und der Stadt arbeiten gemeinsam daran, sich und ihr Angebot als LGTBI-Reiseziel zu präsentieren. Wie die stellvertretende Bürgermeisterin, Begoña Villacís, betont, war die spanische Hauptstadt schon immer eine offene Stadt. Ihre Stadtteile sind Beispiele für Toleranz und Vielfalt.

Ganz besonders hebt sich dabei der Stadtteil Chueca mit seinem Angebot und richtungsweisenden Initiativen hervor. “Ein großartiges Beispiel für einen Stadtteil, der sich neu erfunden hat und es geschafft hat, sich als fortschrittlichen kosmopolitischen Raum zu definieren. Die Freiheit ist hier Touristenmagnet für Besucher aus der ganzen Welt“, stellt Villacís fest.