Madrid schmecken: Wein, Tapas und Traditionen beim Ausflug in die Region
9 Juni, 2026Die Region Madrid hält für ihre Besucher ein kulinarisches Angebot bereit, das weit über das hinausgeht, was man von der Hauptstadt erwartet. Märkte, jahrhundertealte Tavernen, traditionelle Restaurants, internationale Küche, Weine mit regionalem Charakter, natives Olivenöl extra, Produkte aus der Region und Routen durch Gemeinden, in denen die Gastronomie zum Kulturerbe gehört – all das passt in eine einzige Reise. Das breit gefächerte Angebot reicht von Marktständen bis hin zu Spitzenrestaurants, von regionaler und internationaler Küche bis zu jahrhundertealten Lokalen.
Reisenden, die auf der Suche nach regionaltypischen Erlebnissen sind, bietet die Region zudem ein reichhaltiges und vielfältiges Angebot an Wein- und Olivenöltouren. Für die Qualität der lokalen Produkte sprechen Gütesiegel wie die Geschützte Ursprungsbezeichnung DOP Vinos de Madrid (Wein), die Geschützte Geographische Angabe IGP Carne de la Sierra de Guadarrama (Fleisch), Aceite de Madrid (Olivenöl), Aceitunas de Campo Real (eingelegte Oliven), das Siegel Producto Certificado de la Comunidad de Madrid für garantiert aus der Region stammende Produkte sowie die geografische Angabe Chinchón.
Die Stadt Madrid fungiert als gastronomisches Tor zur Region. Ihre Märkte haben sich zu lebendigen Treffpunkten entwickelt, die Einkauf, Freizeit und Gastronomie miteinander verbinden. Hier kauft man ein, genießt einen Aperitif oder stellt sich selbst ein Menü aus dem Angebot verschiedener Stände zusammen..
Dieses Angebot ist besonders attraktiv für Besucher, die es flexibel mögen: Tapas und Pinchos an der Theke, regionale spanische Küche und internationale Speisen finden in ungezwungener Atmosphäre nebeneinander Platz. Auf den Märkten in Madrid findet man Stände mit asiatischer, mexikanischer und venezolanischer Küche, Reisgerichte, Fleischgerichte, Bier, Wein und Gebäck, neben vielen anderen Angeboten.
Restaurants mit Geschichte und typische Gerichte
In Madrid gibt es jahrhundertealte Restaurants und Tavernen, die den Reisenden in die lokale Gastronomie und ihre Geschichte einführen. Das Botín, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1725 zurückreichen, ist laut Guinnessbuch der Rekorde das älteste Restaurant der Welt und berühmt für sein Spanferkel; Lhardy aus dem Jahr 1839 ist eine echte Institution, wenn es darum geht, den berühmten Eintopf Cocido Madrileño zu probieren; im Casa Alberto aus dem Jahr 1827 kann man auch heute noch geschmorten Ochsenschwanz, Fleischklößchen und den hausgemachten Wermut kosten; und im Casa Labra aus dem Jahr 1860 gibt es die legendären Kabeljau-Kroketten.
Der Eintopf Cocido Madrileño ist eines der Gerichte, um die man bei einem Besuch in Madrid nicht herumkommt. Ein absolutes Muss der traditionellen Küche, das man neben dem bereits erwähnten Restaurant Lhardy auch in La Cocina de Frente, La Gran Tasca, Casa Carola, Cruz Blanca, La Daniela und La Bola genießen kann.
Weine aus Madrid: Weinkellereien, Museen und Terroir
Eine Weintour verleiht der Reise eine ländliche und kulturelle Dimension. Die Weinstraßen der Region Madrid fassen das Angebot von Weingütern, Restaurants, Hotels, Museen, Weinlokalen, Reisebüros und Partnergemeinden zusammen. Zu den beteiligten Ortschaften gehören Navalcarnero, San Martín de Valdeiglesias, Villa del Prado, Villarejo de Salvanés, Colmenar de Oreja, Nuevo Baztán, Villaconejos, El Molar, Cenicientos, Morata de Tajuña, Valdelaguna, Tielmes, Arganda del Rey, Aranjuez und Cadalso de los Vidrios.
So eine Tour beschränkt sich nicht nur auf Weinverkostungen. Sie umfasst auch Besucherzentren und Museen rund um das Thema Wein, zum Beispiel das Weininformationszentrum von Navalcarnero, das Weinmuseum von Villa del Prado, das Besucherzentrum von Nuevo Baztán und das Weinmuseum in Valdelaguna.
Öl aus Madrid: Neue Erlebnisse rund um das Olivenöl
Zum gastrononischen Angebot der Region gehören auch Olivenöltouren: Es gibt eine Route durch Titulcia, Villaconejos, Villarejo de Salvanés und Perales de Tajuña, wo sich Ölmühlen befinden, die Öl mit der Geschützten Ursprungsbezeichnung DO Aceite de Madrid herstellen.
Das Angebot umfasst Besichtigungen von Ölmühlen, Spaziergänge durch Olivenhaine, Verkostungen von nativem Olivenöl extra (AOVE) sowie Kombinationen mit anderen gastronomischen Produkten aus der Region Madrid und lokalen Weinen. Das Unternehmen Vinos y Aceites Laguna in Villaconejos zum Beispiel verbindet Wein- und Olivenöltradition mit der Besichtigung der Weinberge, der Weinkellerei und des Barrique-Kellers und der Ölmühle; dazu gibt es die Möglichkeit, die Weiß-, Rosé- und Rotweine zu verkosten.
Entdeckungsreise durch die Region anhand regionaler Produkte
Die Madrider Gastronomie stützt sich auch auf regionale Produkte aus den verschiedenen Gebieten, die man auf den ländlichen Routen von MadRural erkunden kann. Zu den regionalen Produkten gehören unter anderem Fleisch, Bier, Käse, Honig, Marmelade, handwerklich hergestellte Süßwaren, Obst und Gemüse, Öl, Wein, Schokolade und andere Köstlichkeiten aus der Sierra de Guadarrama, der Sierra Oeste, Las Vegas & Alcarria Madrileña und der Sierra Norte. In all diesen Gebieten können Reisende typische Erzeugnisse der Region kennenlernen, von Ziegen- und Schafskäse bis hin zu Ölen, Weinen mit Geschützter Ursprungsbezeichnung (DOP) und Craft-Bieren.
Das Programm Villas a fuego lento (Genuss auf kleiner Flamme in den Villas) fasst die Angebote von 11 als Villas de Madrid bezeichneten Ortschaften in der Region zusammen: Buitrago del Lozoya, Chinchón, Colmenar de Oreja, Manzanares el Real, Navalcarnero, Nuevo Baztán, Patones de Arriba, Rascafría, San Martín de Valdeiglesias, Torrelaguna und Villarejo de Salvanés. Das Programm umfasst mehr als 50 gastronomische Erlebnisse, die speziell auf die kalten Monate ausgerichtet sind – mit Gerichten wie Eintöpfen, Suppen, marinierten Gerichten, Braten und Löffelgerichten aus regionalen Zutaten. Damit bietet sich dem Besucher die Möglichkeit, seiner Reise eine gemächlichere, ländlichere Dimension zu verleihen, die eng mit der traditionellen Madrider Küche verbunden ist.
Der Mercado de San Miguel war der erste Markt, der sich von einem traditionellen zu einem rein gastronomischen Markt entwickelte. Quelle: Hugo Fernández_Region of Madrid.
Diese Angebotsvielfalt ermöglich es Reisendern, ein-oder mehrtägige Ausflüge zu bestimmten kulinarischen Themen zu planen: Einen der Märkte in der Stadt besuchen und dort essen, einen Tisch in einem historischen Restaurant reservieren, einen typischen Eintopf probieren, Weinkellereien und Ölmühlen besichtigen, lokale Produkte kaufen oder Dörfer erkunden, die von ihrer Küche geprägt sind. Madrid präsentiert sich somit als ein stimmiges, gut vernetztes gastronomisches Reiseziel mit einem Angebot, das Stadt, Landschaft, Tradition und regionale Produkte vereint.