Lanzarote bleibt mit der Charta +30 an der Spitze der Nachhaltigkeit
10 Februar, 2026Lanzarote führt erneut die internationale Tourismusdebatte an, indem es sein Engagement für Nachhaltigkeit durch die Charta +30 erneuert. Sie ist der Fahrplan, der das Modell der Insel in den kommenden Jahren prägen wird. Dreißig Jahre nach der Verabschiedung der ersten Weltcharta für nachhaltigen Tourismus vertritt der Präsident der Inselregierung von Lanzarote und La Graciosa, Oswaldo Betancort, einen klaren Ansatz: Die Entwicklung eines Reiseziels muss eng an das Territorium, die Kultur und die dort lebende Gemeinschaft gebunden sein.
Für Betancort war Nachhaltigkeit auf Lanzarote nie nur ein Slogan, sondern eine übergreifende Vision, die auf die Planung, die Raumordnung und die öffentliche Politik angewendet wurde. Die Insel, seit 1995 ein internationaler Maßstab, hat sich dafür entschieden, das Wachstum zu regulieren, die Landschaft zu schützen und den Tourismus mit dem sozialen Wohlergehen in Einklang zu bringen. In diesem Zusammenhang betont er, dass Overtourism nicht mit Reden bekämpft werden kann, sondern mit Daten, Planung und mutigen Entscheidungen, die das allgemeine Interesse und die Lebensqualität der Einwohner in den Vordergrund stellen.
Die Charta +30 führt neue Prinzipien wie Regeneration, soziale Gerechtigkeit und die Anerkennung von Grenzen ein. Letztere befinden sich im Einklang mit einer Strategie, die nicht auf quantitatives Wachstum, sondern auf qualitative Verbesserung setzt. Lanzarote und La Graciosa, so Betancort, wollen das touristische Erlebnis, den sozialen Ertrag und den Respekt vor dem Territorium verbessern und dabei ein Modell festigen, das auf Zurückhaltung, Governance und einer gemeinsamen Zukunftsvision basiert.